Solidarität ist nicht teilbar

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Was bisher bekannt ist

tkIS gliedert sich in drei Bereiche, für die unterschiedliche Pläne vorliegen: Bei System Engineering will der Arbeitgeber bis März 2018 Konzept und Strategie entwickeln. Die Betriebsräte werden bisher kaum oder gar nicht eingebunden. Im Bereich Marine Systems gibt es wohl eine Planung für 2020 und der Standort Emden soll komplett geschlossen werden. Letzteres würde 226 Beschäftigte betreffen. Während der Arbeitgeber von einer Verlagerung spricht, ist klar: Es geht hier um eine Schließung, um reinen Personalabbau. Im Kernanlagenbau sind allein in diesem Geschäftsjah mindestens 400 Stellen an acht Standorten in Gefahr.

 

Wie die IG Metall die Pläne bewertet

Für die vorgelegten Zahlen ist keine logische Begründung erkennbar, sie wirken planlos zusammengestellt. Da liegt auf der Hand: Es geht nur um Einsparungen. Zum einen soll zukünftig bei Aufträgen zu Teilen auf Leiharbeiter und andere Unternehmen ausgewichen werden – Outsourcing zulasten der Beschäftigten also. Zum anderen plant der tkIS-Vorstand, die Auslandsstandorte zu stärken und auszubauen. Das Ziel: dort billiger arbeiten zu lassen.

 

Was passieren sollte

Gerade zur Erreichung von Einsparpotenzialen müssten jetzt die Ideen der Beschäftigten mit einbezogen werden – denn sie sind die Basis und am nächsten dran. Das passiert aber nicht. Ein weiterer entscheidender Punkt ist eine unabhängige Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Deshalb sollen externe Berater angefordert werden, die Einblick in die Zahlen erhalten und so die Pläne und Strategien des Arbeitgebers einschätzen können.

 

Die Belastung für die Beschäftigten

Es herrscht ein Klima der Angst. Die Beschäftigten fürchten um ihre Arbeitsplätze. Auch da, wo bisher kein Stellenabbau bekannt ist, fehlt es den Menschen an langfristiger Perspektive. Stehen in ein bis zwei Jahren weitere Verlagerungen an und wieder Jobs auf dem Spiel? Das bereitet allen Sorgen. Auch den Familien zu Hause.

 

WIR SIND GAR NICHT GRUNDSÄTZLICH GEGEN VERÄNDERUNG. WIR WOLLEN SIE ABER MITGESTALTEN. UND ICH MÖCHTE EINE GARANTIE, DASS DIE LEUTE, DIE BEI UNS HEUTE IN LOHN UND BROT STEHEN, AUCH MORGEN NOCH EINEN JOB HABEN.

Bernd Basten, BR-Vorsitzender tkIS Münsterland (Kernanlagenbau) und Mitglied des Aufsichtsrats

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