Solidarität ist nicht teilbar

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NICHT NUR BEI STAHL BRENNT ES GEWALTIG

thyssenkrupp Marine Systems Emden

„WERTSCHÄTZUNG IST ANDERS.“

Im Gespräch: Amke Wilts-Heuse, Betriebsratsvorsitzende von tkMS am Standort Emden

 

Amke, was wisst Ihr bisher über die Pläne für den Standort Emden?

Ende August informierte mich die Geschäftsführung in einem Zwei-Minuten-Telefonat über die geplante Schließung. Alle unsere 226 Beschäftigten sollen an die Standorte Kiel, Hamburg oder Bremen wechseln – eine Zumutung. Seitdem haben wir nichts mehr gehört. Informationen soll es nur geben, wenn wir uns auf einen Interessenausgleich einlassen. Das ist Erpressung.

 

Was steckt dahinter?

In Emden gibt es keine Fertigung, nur reine IT-Arbeitsplätze. Daher macht ein Ortswechsel keinen Sinn. In Kiel ist beispielsweise gar kein Platz. Und Stellenabbau ist im Hinblick auf den Fachkräftemangel auch wenig plausibel. Wir reden immer von Industrie 4.0, aber das ist Industrie 0.4.

 

Wie geht es bei Euch weiter?

Wir wollen alternative Ideen entwickeln, auch mit externen Beratern. Das ist aber schwierig ohne konkrete Informationen. Zusammen mit der IG Metall Küste habe wir nun einen Brief aufgesetzt, in dem wir die Geschäftsführung und den Konzern auffordern, vernünftig mit uns umzugehen. Im Moment fangen Betriebsrat und IG Metall die Beschäftigten auf. Die Kolleginnen und Kollegen sind auf jede Unterstützung angewiesen. Und für mich ist klar: Aufgeben ist keine Option.

 

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