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27.10.2017

So hat Stahl keine gute Zukunft!

Aktionsinfo #1

SO HAT STAHL KEINE GUTE ZUKUNFT!

Unklare Finanzierung, null Sicherheiten, keine Langfrist-Zusagen: Mit einer Fusion würden thyssenkrupp und Tata in eine unsichere Zukunft steuern. Das wird von Tag zu Tag deutlicher. Offenbar arbeitet thyssenkrupp auch längst an einem Plan für Standortschließungen.

Die geplante Fusion von thyssenkrupp und Tata wirft immer drängendere Fragen auf. Was wird aus den Standorten? Was aus den Beschäftigten? Hat das Unternehmen schon eine Streichliste in der Schublade?

Die IG Metall geht davon aus, dass der Konzern längst über konkrete Standortschließungen nachdenkt. „Offenbar ist die Unternehmensleitung in ihren Überlegungen zum künftigen Produktionsnetzwerk weiter, als sie es zugeben will“,
sagt Detlef Wetzel, ehemaliger IG Metall-Vorsitzender und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat von thyssenkrupp Steel Europe.

Immer klarer zeichnet sich ab: Beide Firmen scheuen dauerhafte Verantwortung in dieser Sache. Weder thyssenkrupp noch Tata wollen sich verpflichten, ihre Anteile nach einer möglichen Fusion langfristig zu halten. Auch zeigensie keinerlei Willen, später weiteres Geld nachzuschießen. Entsprechende Verpflichtungen wollen sie jedenfalls allem Anschein nach nicht eingehen. Zugleich haben die beiden Anteilseigner die Möglichkeit, Gewinne aus dem Unternehmen abzuschöpfen, aber keine Verpflichtung, Verluste auszugleichen.

Sicherheit sieht anders aus

Das alles zusammen ergibt ein explosives Gemisch. Das fusionierte Unternehmen hätte instabile Eigentumsverhältnisse und enorme Schulden, die nicht abgebaut werden können, weil die Gewinne aus dem Unternehmen abgezogen werden. Beim nächsten Abschwung im Stahlgeschäft wäre womöglich die Existenz gefährdet. Die Strategie von thyssenkrupp steht im krassen Widerspruch zu den Versprechungen von Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Er hatte zugesichert, dass das Stahlgeschäft ein Teil des thyssenkrupp-Konzerns bleiben wird.

Für die IG Metall ist klar: So funktioniert das nicht. Wir wollen endlich die Fakten sehen! Wir rufen der Unternehmensführung zu: „Sagt uns offen, was ihr plant! Die Beschäftigten haben ein Recht darauf.“

 

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